Strategie

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Nach seiner altgriechischen Herkunft heißt Strategie: „Art und Weise, das Heer ins Feld zu führen“; Kunst oder Geschicklichkeit. Es bedeutet, jemanden durch eine Kriegslist besiegen. In der Marktwirtschaft ist damit das Denken in Wettbewerbsvorteile gemeint.
Mit welcher Art von Vorteil setzt man sich einem Mitbewerber gegenüber „an die Spitze“, um die Festung Kundschaft zu erobern?
Das Trojanische Pferd war z.B. eine berühmte Kriegslist des Altertums. Sind es dann marktwirtschaftliche Tiefflugpreise, sind es Differenzierungsstrategien im Sinn besserer Qualität oder besseren Kundendiensts? Sind es Strategien im Sinn des lebenslänglichen Versorgens einer Zielgruppe? Ist es die Strategie des Global Players oder ist es die Strategie des Starkseins „rund um den Kirchturm“?
Besteht eine Strategie im Herausarbeiten eines Wettbewerbsvorteils, so setzt man damit – vgl. in den Vordrucken das strategische Formular – oftmals stillschweigend die Prämisse, dass die Mitbewerber nicht eine Strategie von demselben oder einem ähnlichen Typ einschlagen. Denn dann hätte man selber keinen Wettbewerbsvorteil. Sobald die Kunst/Geschicklichkeit darauf ausgelegt ist, in Richtung des Ziels Marktanteil einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern herauszuholen, braucht man doch die Unterstellung, dass die anderen nicht ein Gleiches tun. Am gefährlichsten ist, wenn man bei einer Strategie der „Tiefflugpreise“ diese stillschweigende Prämisse setzt. Nachher ist man dann erstaunt, dass alle mit den Preisen nach unten gehen.

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